Ein denkmalgeschütztes Haus wehrt sich.
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Ich soll getötet werden!

Ich soll getötet werden – Angekündigter Mord in Potsdam. Wer hilft?

 

Warum dieser Blog?

 

Dies ist die Geschichte über einen geplanten Mord in Potsdam. Eine echte Geschichte aus dem wahren Leben, Second Life war gestern.

 

Erzählt wird sie von mir, dem Opfer. Subjektiv, einseitig, spekulativ, vorwurfsvoll…. Vielleicht unter Einbindung der Leser, wir werden sehen.

 

Kann ich mich retten?

 

Sie werden es lesen, denn ich werde darüber berichten.

 

Wer wird mir helfen?

 

Auch das werden Sie lesen, denn auch darüber werde ich berichten.

 

Erfreuen Sie sich an dem Leid anderer, indem Sie den Fortgang hier verfolgen oder helfen Sie. Anteilnahme, Ratschläge, aber auch Hilfe ist möglich und willkommen und auch möglich, denn ich werde Sie dazu einladen, denn die Geschichte ist wahr und das Opfer ist davon überzeugt, noch eine Chance zu haben.

 

Treten Sie ein in den Dialog mit mir, dem Opfer. Web 2.0 macht es möglich.

 

Sie wollen bei wichtigen Entwicklungen informiert werden? Eine kurze Email an mich reicht, ich nehme Sie in meinen Email-Verteiler auf. Sie erhalten nur Emails zu diesem Blog ohne Werbung! Grosses Ehrenwort!

 

Fortsetzung folgt!

 

20.3.07 20:19


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Wer bin ich?

Internet ist ein neumodisches Zeug. Zu der Zeit als ich geboren wurde, kannte man so etwas nicht. Ich glaube auch nicht, dass sich meine Eltern vorstellen konnten, dass es so etwas einmal geben wird.

 

Seien Sie ehrlich, haben Sie mich hier erwartet?

 

Auch ich habe das neue Informationsmedium lange ignoriert, habe auf echte Standfestigkeit gesetzt. Leider zählt das heute nicht mehr, alles ist virtuell, selbst das Geld auf dem Konto. Entschuldigen Sie, wenn diese ersten Versuche in einer für mich neuen Welt etwas unbeholfen wirken. Hilfe/Ratschläge sind gerne willkommen.

 

Jetzt bin ich, obwohl vom „alten Schlage“, unhöflich geworden.

 

Entschuldigung, ich vergaß mich vorzustellen.

 

Mein Name ist: P.P. (Potsdamer Prachtbau)

Geburtsdatum: ca. 1739

Geschlecht: Denkmalgeschütztes Haus

Wohnort: Brandenburger Str. 59/60 in 14467 Potsdam

Aussehen: sehr attraktiv anzusehen, Porträtaufnahmen folgen

Gesundheit: richtig gut drauf

Besondere Neigungen/Vorlieben: nicht so neugierig, Details später

 

Obwohl Bewohner und Nachbarn mit mir zufrieden sind, soll ich sterben/abgerissen werden. Alt, wehrlos, hilflos, nutzlos, so sehen es meine neuen Eigentümer und deren Helfer.

 

Die wollen was neues, junges, knackiges auf die Piste schicken. Erinnert mich an den Puff in der Nachbarschaft, da zählte auch nur Frischfleisch….

 

Aber das ist lange her. War wohl auf Dauer doch kein Erfolgsrezept.

 

Wird der Mordplan gelingen?

Wird man mich abreißen?

Erhalte ich Hilfe?

 

Fortsetzung folgt!

 

20.3.07 20:21


Mord in Potsdam - Wer hilft?

Wie bin ich, das Opfer, drauf?


Okay, okay, meine besten Tage habe ich hinter mir, mögen Sie jetzt denken, schreibt der doch tatsächlich immer noch in der „Sie“-Form. Ja, diese Ausdrucksform, so hat man mir beigebracht, zeugt von Respekt und Achtung gegenüber einem Fremden. Aber vielleicht kommen wir uns ja näher, werden vielleicht sogar Freunde. Dann ist alles denkbar.

 

Sie möchten näheres zu meiner Person wissen?

 

Ich bin ein Wohn- und Geschäftshaus in Potsdam. Mitten in der Innenstadt, in der Fußgängerzone. Die Potsdamer nennen die Straße liebevoll „Broadway“. Auf meine wechselvolle Geschichte komme ich später noch einmal zurück, hier erst einmal der aktuelle zum Verständnis wichtige Teil.

 

Nach der Wende, dem Ende des real existierenden Sozialismus, den ich recht gut überlebt habe, sollte es auch mit mir richtig aufwärts gehen. Große Pläne wurden gemacht und warteten auf Umsetzung. Kredit war schnell aufgenommen. Die Träume platzten in meinem Fall aber noch schneller. Die BAG Bankaktiengesellschaft hat sich dann meiner annehmen müssen. Für alle die sich mit Banken nicht auskennen, die BAG ist die Abwicklungsbank der genossenschaftlichen Bankengruppe. Sie tritt immer dann in Aktion, wenn die Kreditprobleme in einer Volksbank so groß werden, dass die Volksbank solidarischer Hilfe bedarf, damit die Einlagen der Kunden sicher bleiben und die Volksbank nicht geschlossen werden muss. Die BAG soll die Sicherheiten verwerten und so retten, was noch zu retten ist, für die Volksbank.

 

Sie ahnen es schon, Zwangsverwaltung, wiederkehrende Zwangsversteigerungstermine zehren an der Substanz. Aber meine Eltern haben sich richtig Mühe gegeben, ich benötige nicht alle 24 Stunden Creme, Make Up und weitere Behandlung.

 

Im Gegenteil, gerade ohne kosmetische Hilfe zeigt sich die Qualität. Daher gilt in meinem Fall: So schnell kriegt mich nichts klein. Ich sehe gut aus. Alles ist voll funktionsfähig. Für Nachbarn und Passanten stelle ich keine Gefahr dar, ich gehöre nach wie vor zu den „Augenweiden“ der Strasse. Nicht vergessen möchte ich meine Bewohner, die mit überwiegend seit über 10 Jahren die Treue halten.

 

Aber sehen Sie morgen selbst. Ich habe mich extra für Sie fotografieren lassen. Sie können auch gerne vorbei kommen und mich persönlich besuchen. Ich bin jeden Tag da.

 

Fortsetzung folgt!

 

21.3.07 20:59


Gefalle ich Ihnen?

Wie sehe ich aus? Gestern habe ich Ihnen versprochen ein paar Fotos von mir hochzuladen. Voila

 


Diese Linien, diese Proportionen


 

Sie sollten erst mal reinkommen…

 

 

Was sagen Sie zu mir? Seien Sie ehrlich!

 

Fortsetzung folgt!

 

 

22.3.07 19:27


Wie soll es geschehen?

Nein, nein, Altersschwachsinn oder Verfolgungswahn habe ich nicht. Der Mord an mir soll geschehen, ich weiß es aus zuverlässiger Quelle.

Meine Bewohner, allesamt nette Mieter, laufen seit ein paar Wochen ratlos durch die Gegend. Nachdem ich von der BAG verkauft worden bin, tauchte ein „Bevollmächtiger“, neudeutsch für Makler, auf, und drängt auf Auszug. Die Abbruchgenehmigung der Stadt Potsdam liege vor. Alle meiner Bewohner haben Herrn H. mit dem Dokument wedeln sehen.

Selbst in der „Potsdam am Sonntag“ (PamS), unserer kostenlosen Sonntagszeitung, konnte alle Potsdamer schon nachlesen, ich soll, obwohl unter Denkmalschutz stehend, abgerissen werden. Nicht vollständig, nein, die Fassade soll erhalten bleiben.

Das muss man sich vorstellen. Ich stehe in Top-Lage, habe Top-Substanz und bis auf die Fassade soll alles abgerissen werden. Es scheint so, als ob die mit dem Wiederaufbau des Stadtschlosses in Potsdam gewonnenen Erfahrungen direkt für weitere Bauvorhaben genutzt werden sollen.

Bei Menschen würde man die Fassade liften und den Rest dahinter schonen. Ja, Sie haben Recht, für Menschen gibt es keine erhöhte Abschreibung für Denkmalschutz.

Fortsetzung folgt!

24.3.07 15:29





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